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Der Unterschied zwischen den gesättigten Fettsäuren und den ungesättigten Fettsäuren

Die gesättigten Fettsäuren (GFS)

Grundsätzlich enthalten alle natürlichen Nahrungsmittel immer eine Mischung aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren erkennt man daran, dass das Fett bei Zimmertemperatur fest ist. Chemisch betrachtet sind bei den gesättigten Fettsäuren alle Kohlenstoffatome der Fettsäurenkette mit Wasserstoff belegt und am Ende der Kette mit Sauerstoffatomen besetzt.

Beispiel: (4:0) Buttersäure (kurzkettig). Sie hat eine Kettenlänge von 4 Kohlenstoffatomen und 0 freie Bindungsstellen. Die Bezeichnung lautet deshalb (4:0) Buttersäure.

Bei weitem am häufigsten kommen die langkettigen Fettsäuren vor (Ausnahme: Kokosfett, Palmölfett). In pflanzlichen Ölen und deren Produkten überwiegen die langkettig ungesättigten Fettsäuren. Bei tierischen Fetten die langkettig gesättigten und die einfach ungesättigten Fettsäuren.

Aufgaben: Wie der Name schon ausdrückt, sind gesättigte Fettsäuren satt und reaktionsträge. Ihnen fehlen die freien Plätze, an denen sich andere Substanzen andocken können, um die Funktion der Fettsäure zu verändern (siehe Abb. unten). Zu den wichtigsten Aufgaben der gesättigten Fette zählt es, zusammen mit den Kohlenhydraten den Energiebedarf zu decken. Daneben sind sie aber auch wichtiger Bau- und Strukturstoff.  

Die ungesättigten Fettsäuren

 Bei ungesättigten Fettsäuren sind nicht alle Kohlenstoff-Atome mit Wasserstoff-Atomen verbunden. An diesen Stellen entstehen eine oder mehrere Kohlenstoff-Doppelbindungen.

Die höchsten Anteile an ungesättigten Fettsäuren haben Pflanzenöle, allerdings in unterschiedlichen Anteilen. Olivenöl hat z.B. sehr viel Ölsäure (ca. 75%), eine einfach ungesättigte Fettsäure. Sie hat eine freie Doppelbindungsstelle. Diese befindet sich am 9. und 10. Kohlenstoffatom (Omega-9 oder auch n-9 Fettsäuren).

Abb.: (18:1) Ölsäure (langkettig)

Sonnenblumenöl ist mit einem Anteil von  60% reich an der zweifach ungesättigten Linolsäure. Sie hat zwei freie Bindungsstellen. Die erste davon befindet sich am 6. und 7. Kohlenstoffatom (Omega-6, n-6 Fettsäuren).

Beispiel: (18:2) Linolsäure (langkettig und essentiell)

Leinöl hat mit 55 % den höchsten Gehalt an der dreifach ungesättigten Linolensäure. Sie hat drei freie Bindungsstellen. Die erste davon befindet sich am 3. und 4. Kohlenstoffatom (Omega-3, n-3 Fettsäuren).

Abb.: (18:3) Alpha-Linolensäure (langkettig und essentiell)

Dank der freien Plätze an der Doppelbindung sind einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren reaktiver als gesättigte Fettsäuren, da sie an den Doppelbindungen Substanzen anbinden können. Durch diese Eigenschaft können sie  eine Vielzahl unterschiedlicher und zum großen Teil lebenswichtiger Aufgaben wahrnehmen können.

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