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Wie entsteht aus Pflanzen-Zellen Fett?
Die Verdauung und der Transport
Die Anzahl der Kohlenstoffatome bestimmt
die Kettenlänge
Die einzelnen Fettsäurenarten und ihre Unterschiede
Der Einbau der
Fettsäuren in die Zellen
Häufig verwendete Abkürzungen
Einteilung tierischer und
pflanzlicher Fettsäuren
Wie entsteht aus Pflanzen-Zellen Fett?
Vorraussetzung für das Pflanzenleben und damit natürlich auch für
unsere Existenz ist die wunderbare Eigenschaft der Pflanzen, die
Kraft der Sonne „abernten“ zu können (Photosynthese).
Externer
Link:
Photosyntese
►Pflanzen sind
Lichtsammler und dank Chlorophyll (macht die Pflanzen grün) können
die Lichtwellen der Sonne (Photo) genutzt werden, um zusammen mit
Kohlensäure, Wasser und Sauerstoff organische Substanzen wie
Glukose (Einfachzucker) und Stärke aufzubauen (Synthese). Chemisch
gesehen setzt sich Zucker und Stärke aus Kohlenstoff-,
Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammen. Energetisch wird das
Sonnenlicht in Biophotonen umgewandelt, die entscheidende
Steuerungsaufgaben im Körper übernehmen.
Externer Link:
Internetseiten des
Internationalen Institutes für Biophysik und der Firma Biophotonik
Da Glukose
die gleichen Baustoffe wie Fett hat, können die Zuckermoleküle in
Fett umgewandelt und in den Speicherzellen der Frucht oder des
Samens deponiert werden. Umgekehrt kann Fett wieder in
Zuckermoleküle umgebildet werden, um daraus Energie herzustellen.
Vom Molekül zum
Fett
-
Hauptbestandteil der Fette und Öle sind mit ca. 90% die
Triglyceride (Neutralfette). Weitere Nahrungsfette bzw.
fettähnliche Substanzen sind Cholesterin, fettlösliche Vitamine
und Phospholipide.
-
Die
chemischen Elemente, aus denen ein Triglycerid besteht, sind
Kohlenstoff, Wasserstoff und ein wenig Sauerstoff.
-
Physikalisch
gesehen bestehen Triglyceride immer aus dem gleichen Grundmuster:
Ein Glycerinmolekül ist mit drei Fettsäuren verbunden. Eine Kette
dieser Triglyceride bildet das Gerüst der Fettsäuren.

Fettsäuren sind wandelfähig und können
unterschiedliche Verbindungen eingehen

-
Im Organismus können die Triglyceride,
je nach Aufgabe, zu freien Fettsäuren, dreiwertigem Alkohol und
Mono- bzw. Duoglyceriden abgebaut werden.

-
Der
Grad der Sättigung und wie die Fettsäuren miteinander verbunden
sind, entscheiden über deren Aufgaben und Eigenschaften. Es gibt
gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte
Triglyceride.
Daneben können sich auch
unterschiedliche Fettsäurearten miteinander verbinden. Das
LDL-Cholesterin ist z.B. eine Mischung aus Cholesterin,
Phospholipiden, Triglyceriden und Eiweiß.
Die Kette der Kohlenstoffatome kann verlängert und verkürzt
werden.
Aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren können höher
ungesättigte Fettsäuren gebildet werden.
Diese Wandelbarkeit ermöglicht
es dem Stoffwechsel, eine große Anzahl unterschiedlicher
Fettsäuren und Fettsäurenverbindungen für die verschiedensten
Aufgaben herzustellen.
-
Neben der Ernährung werden
Triglyceride (wie auch Cholesterin) in der Leber hergestellt. Zum
größten Teil verwendet die Leber hierfür überschüssige
Kohlenhydrate. Vor allem durch leicht resorbierbare Kohlenhydrate
wie
Zucker und Alkohol steigt die Konzentration im Blut an. Ca. 80%
dieser Kohlenhydrate werden zunächst in Fett umgewandelt.
-
Speicher der Triglyceride sind
Fettzellen. Etwa 30 Milliarden solcher Energiespeicher besitzt
ein Erwachsener (Übergewichtige bis zu 120 Milliarden).
-
Ein normalgewichtiger 70 kg
schwerer Mann verfügt über etwa 100.000 bis 130.000 kcal in Form
von Triglyceriden (etwa 11-14 kg des Körpergewichts).
-
Die wichtigsten Lagerstätten
sind Bauch, Muskulatur, Leber, Bindegewebe und Unterhaut. Von
dort können Triglyceride bei Bedarf durch fettspaltende Enzyme (Lipasen)
wieder freigesetzt werden.
Die Fettverwertung
findet vor allem im Dünndarm statt. Durch die Nahrung nehmen wir
Cholesterin und Fettsäuren unterschiedlicher Kettenlänge und
Sättigung auf. Vor der Enzymtätigkeit im Dünndarm werden die
Fettbestandteile durch Gallensalze emulgiert, wodurch kleinste
Fetttröpfchen entstehen. Danach sind es vor allem Lipasen
(Esterasen), die wesentlich zur Verdauung beitragen und diese
beschleunigen. Diese fettspaltenden Enzyme werden in der
Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und haben die Aufgabe, die
Fetttröpfchen in ihre Bestandteile zu spalten. Das sind im
einzelnen Cholesterol, Lezithin, fettlösliche Vitamine.
Aus den Triglyceriden werden freie Fettsäuren, Diglyceride, Monoglyceride
und Glycerin abgespalten. Danach umhüllt die Gallensäure die
Fettpartikel (Mizellen), so dass die wasserabweisenden Fette in
die Darmschleimhaut transportiert werden können.
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Mund |
Zungengrund-Lipase |
Wird erst im Magen aktiv, da dort ihr ph-Optimum liegt. Vor
allem für Säuglinge spielt dieses Enzym eine Rolle (fördert die
Milchverdauung). Danach spielt die Zungengrund-Lipase für die
Fettverdauung nur noch eine untergeordnete Rolle. |
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Magen |
Magen-Lipasen (Tributyrinase) |
Beginnender Abbau der Fettsäuren. Mechanisch getrennt werden
Diglyceride, freie Fettsäuren und mittelkettige Fettsäuren. |
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Der Dünndarm ist unser wichtigstes Fettverdauungsorgan. Vor
der Enzymtätigkeit werden die Fette durch Gallensalze emulgiert,
da diese die Aufnahme von Fett im Darm erleichtern. |
Pankreas-Lipase
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Triglyceride werden umgewandelt in Diglyceride, Monoglyceride,
freie Fettsäuren und Glycerin. |
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Cholesterinesterase
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Spaltet Nahrungscholesterin (Cholesterinester) in freies
Cholesterin und Fettsäuren und ermöglicht so deren Resorption.
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Phospholipasen
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Spalten
Phospholipide (vor allem
Lecithin) in Glycerin, freie Fettsäure, Phosphorsäure und
Cholin. |
Nach der Zerlegung in die einzelnen
Bestandteile erfolgt die Absorption, das heißt die
Nährstoffaufnahme aus dem Darm in den Körper. Diese findet vor
allem in den oberen Abschnitten des Dünndarms statt. Wie die
freien Fettsäuren absorbiert werden, ist von der Kettenlänge
abhängig.
Die Anzahl der Kohlenstoffatome
bestimmt die Kettenlänge
-
kleiner als 6 C-Atome: kurzkettige
Fettsäuren (short chain tryglycerides / SCT)
-
bis 12 C-Atome: mittelkettige Fettsäuren (middle
chain tryglycerides / MCT)
-
mehr als12 C-Atome: langkettige Fettsäuren (long
chain tryglycerides / LCT)
und die Kettenlänge der Fettsäuren
bestimmt, wie das Fett im Körper verstoffwechselt wird.
Kurz- und mittelkettige Fettsäuren sind immer gesättigte Fettsäuren.
Durch ihre kleinere
molekulare Struktur werden sie rascher vom Magen und den
Schleimhautzellen (Mucosazellen) verdaut und resorbiert. Sie
benötigen keine Gallenflüssigkeit und nicht die Vielzahl von
fettspaltenden Enzymen, da sie in ihrer ursprünglichen Form und
Größe verstoffwechselt werden. Auch sind sie wasserlöslich, so
dass sie ohne den Umweg über die Lymphe ins Blut und in die Leber
gelangen. Da sie sehr leicht verdaulich sind, werden sie als
diätische Maßnahme bei Fettverwertungsstörungen eingesetzt. Sie
haben aber noch weitere Vorteile gegenüber langkettig gesättigten
Fettsäuren.
►Sie fördern den Gewichtsverlust, senken Blutfettwerte, wehren
Viren, Bakterien und Pilze ab und sind für Sportler eine sofortige
Quelle für Energie.
Ausführlich
sind die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren in der Broschüre:
„Natives, kaltgepresstes Kokosfett“, beschrieben.
Langkettige Fettsäuren
benötigen Gallenflüssigkeit und fettspaltende Enzyme (Lipasen),
damit sie resorbiert werden können. Danach müssen sie mit einer
Eiweißhülle (Transporteiweiße) ummantelt werden, da das Blut zum
größten Teil aus Wasser besteht und Fette sehr schlecht
wasserlöslich sind. Über die Lymphe gelangen die Fettsäuren in den
Blutkreislauf, wo sie weiter in die Leber und Zellen transportiert
werden. Solche Fett-Eiweißkomplexe nennt man Lipo-Proteine.
Folgende
Lipo-Proteine sind dafür zuständig: VLDL transportiert
Triglyceride zum Fettgewebe und zur Muskulatur. LDL befördert
Cholesterin von der Leber zu den Körperzellen. HDL sammelt
verbrauchtes Cholesterin wieder auf und bringt es von den
Körperzellen zurück in die Leber. Von Chylomikronen werden
Nahrungsfette aus dem Darm über das Lymphsystem in die Blutbahn
transportiert.
Bei
weitem am häufigsten kommen die langkettigen Fettsäuren vor
(Ausnahme: Kokosfett, Palmölfett). Bei tierischen Fetten sind es
die langkettig gesättigten Fettsäuren und die einfach
ungesättigten Fettsäuren. In pflanzlichen Ölen und deren Produkten
überwiegen die langkettig ungesättigten Fettsäuren.
Die gesättigten Fettsäuren
►Grundsätzlich
enthalten alle natürlichen Nahrungsmittel immer eine Mischung aus
gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Einen hohen Anteil an
gesättigten Fettsäuren erkennt man daran, dass das Fett bei
Zimmertemperatur fest ist. Chemisch betrachtet sind bei den
gesättigten Fettsäuren alle Kohlenstoffatome der Fettsäurenkette
mit Wasserstoff belegt und am
Ende der Kette mit
Sauerstoffatomen besetzt.
Beispiel: (4:0) Buttersäure (kurzkettig). Sie hat eine Kettenlänge
von 4 Kohlenstoffatomen und 0 freie Bindungsstellen.
Die Bezeichnung lautet deshalb
(4:0) Buttersäure.

Bei weitem am häufigsten kommen
die langkettigen Fettsäuren vor (Ausnahme: Kokosfett, Palmölfett).
►In pflanzlichen Ölen und deren
Produkten überwiegen die langkettig ungesättigten
Fettsäuren. Bei tierischen Fetten die langkettig
gesättigten und die einfach
ungesättigten Fettsäuren.
Aufgaben:
Wie der Name schon ausdrückt, sind gesättigte Fettsäuren satt und
reaktionsträge. Ihnen fehlen die freien Plätze, an denen sich
andere Substanzen andocken können, um die Funktion der Fettsäure
zu verändern (siehe Abb. unten).
-
Zu den
wichtigsten Aufgaben der gesättigten Fette zählt es, zusammen mit
den Kohlenhydraten den Energiebedarf zu decken.
-
Sie sind
wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Sie verleihen ihr die
erforderliche Steifigkeit .
-
Daneben sind sie wichtiger Bau-
und Strukturstoff.
Vorkommen:
(4:0)
Buttersäure,
(6:0)
Kapronsäure,
(8:0)
Kaprylsäure,
(10:0)
Kaprinsäure,
(12:0)
Laurinsäure,
(14:0)
Myristinsäure, (16:0)
Palmitinsäure, (18:0)
Stearinsäure, (20:0) Arachinsäure, (22:0) Behensäure,
(24:0) Lignozerinsäure, (26:0) Cerotinsäure, (28:0) Montansäure,
(30:0) Melissinsäure.
Enthalten: Tierische Fette, in
tropischen Ölen, in festen Fettsorten (z.B. Margarinen, Butter).
Bei
ungesättigten Fettsäuren sind nicht alle Kohlenstoff-Atome mit
Wasserstoff-Atomen verbunden. An diesen Stellen entstehen eine
oder mehrere Kohlenstoff-Doppelbindungen.

Bestimmt werden kann die Anzahl der Doppelbindung durch die
Jodzahl (JZ). Jod hat die Eigenschaft sich
an den Doppelbindungen anzulagern. Je höher die Jodzahl, pro
hundert Gramm Lebensmittel ist, desto höher ist Gehalt an
Doppelbindungen bzw. der ungesättigten Fettsäuren.
Die höchsten
Anteile an ungesättigten Fettsäuren haben Pflanzenöle, allerdings
in unterschiedlichen Anteilen. Olivenöl hat z.B. sehr viel Ölsäure
(ca. 75%), eine einfach ungesättigte Fettsäure. Sie hat eine freie
Doppelbindungsstelle. Diese befindet sich am 9. und 10.
Kohlenstoffatom (Omega-9 oder
auch n-9 Fettsäuren).

Abb.: (18:1) Ölsäure (langkettig)
Sonnenblumenöl ist mit einem
Anteil von 60% reich an der zweifach ungesättigten Linolsäure.
Sie hat zwei freie Bindungsstellen. Die erste davon befindet sich
am 6. und 7. Kohlenstoffatom (Omega-6,
n-6 Fettsäuren).

Beispiel: (18:2) Linolsäure
(langkettig und essentiell)
Leinöl hat mit 55 % den höchsten
Gehalt an der dreifach ungesättigten Linolensäure. Sie hat drei
freie Bindungsstellen. Die erste davon befindet sich am 3. und 4.
Kohlenstoffatom (Omega-3,
n-3 Fettsäuren).

Abb.: (18:3) Alpha-Linolensäure
(langkettig und essentiell)
Dank der freien
Plätze an der Doppelbindung sind einfach und mehrfach ungesättigte
Fettsäuren reaktiver als gesättigte Fettsäuren, da sie an den
Doppelbindungen Substanzen anbinden können. Durch diese
Eigenschaft können sie eine Vielzahl unterschiedlicher und zum
großen Teil lebenswichtiger Aufgaben wahrnehmen können.
Einfach ungesättigte
Fettsäuren
Einfach
ungesättigte Fettsäuren (Omega 9-Fettsäuren)
(16:1)
Palmitoleinsäure, (18:1) Ölsäure, (20:1) Icosensäure, (22:1)
Erucasäure,
(24:1) Nervonsäure.
Vorkommen:
Der höchste Anteil ist mit
70% Ölsäure in
Olivenöl vorhanden, gefolgt von Rapsöl (60%), Sesamöl (40%)
Haselnussöl
( 47,6 %) und Erdnussöl (46,3%).
Die höchsten
Anteile an ungesättigten Fettsäuren haben Pflanzenöle, allerdings
in unterschiedlichen Anteilen. Olivenöl hat z.B. sehr viel Ölsäure
(ca. 75%), eine einfach ungesättigte Fettsäure. Sie hat eine freie
Doppelbindungsstelle. Diese befindet sich am 9. und 10.
Kohlenstoffatom (Omega-9 oder
auch n-9 Fettsäuren).

Abb.: (18:1) Ölsäure (langkettig)
Eigenschaften:
Sehr gesunde Art den
Energiebedarf zu decken. Wirkt sich positiv auf das
Herz-Kreislauf-System, da es schlechte Cholesterinwerte bessert.
Allerdings ist
auch diese Fettsäurenart nicht essentiell.
Zweifach ungesättigte
Fettsäuren
(18:2) Linolsäure, Familie: Omega 6
Vorkommen:
Distelöl (73,9%),
Sonnenblumenöl (61%), aber auch in Margarine (30-40%).
Sie hat zwei freie
Bindungsstellen. Die erste davon befindet sich am 6. und 7.
Kohlenstoffatom (Omega-6,
n-6 Fettsäuren).

Beispiel: (18:2) Linolsäure
(langkettig und essentiell)
Bei diesen
Fettsäuren handelt es sich um essentielle Fettsäuren. Das heißt,
sie sind durch keinen Stoffwechselvorgang kopier- oder herstellbar
und müssen deshalb in einer ausreichenden Menge mit der
Ernährung zugeführt
werden.
Dreifach ungesättigte
Fettsäuren
Leinöl hat mit 55 % den höchsten
Gehalt an der dreifach ungesättigten Linolensäure. Sie hat drei
freie Bindungsstellen. Die erste davon befindet sich am 3. und 4.
Kohlenstoffatom (Omega-3,
n-3 Fettsäuren).

Abb.: (18:3) Alpha-Linolensäure
(langkettig und essentiell)
Bei diesen
Fettsäuren handelt es sich um essentielle Fettsäuren. Das heißt,
sie sind durch keinen Stoffwechselvorgang kopier- oder herstellbar
und müssen deshalb in einer ausreichenden Menge mit der
Ernährung zugeführt
werden.
Dreifach ungesättigte
Fettsäuren
(18:3)
Alpha-Linolensäure, Familie: Omega 3
(18:3) Gamma-Linolensäure, Familie: umgewandelt aus Omega 6
Vorkommen:
Alpha-Linolensäure: Leinsamenöl, Hanföl, Walnussöl, Wildtiere
Gamma-Linolensäure: Borretschöl, Nachtkerzenöl, Hanföl
Höchst ungesättigte
Fettsäuren
Wissenschaftler
streiten sich darum, ob die höchst ungesättigten Fettsäuren
ebenfalls essentiell sind. Nimmt man die Definition von essentiell
- als von keinem Stoffwechselvorgang kopier- oder herstellbar -
wörtlich, sind die folgenden Fettsäurearten nicht essentiell. So
kann der Organismus die nur in tierischen Produkten vorkommende
Arachidonsäure auch aus der Linolsäure
aufbauen und die
Eicosapentaensäure
und die
Docosahexaensäure, die in Kaltwasserfischen in hohen
Konzentrationen enthalten sind, aus der
Alpha-Linolensäure herstellen.
Aus diesem Grund haben Veganer, die ausschließlich pflanzliche
Lebensmittel essen, keine Mangelerscheinungen, wenn sie
ausreichend hochwertige Speiseöle zuführen.
Vierfach ungesättigte
Fettsäuren
(20:4) Arachidonsäure,
Familie: Omega
6
Vorkommen:
Können aus der Linolsäure (Omega-6 Fettsäure) gebildet werden.
Hohe Mengen an der Arachidonsäure
nimmt man direkt mit tierischen
Produkten, wie zum Beispiel Fleisch und Wurst, Käse, Eigelb und
etwas mit Milchprodukten auf.
Fünffach ungesättigte Fettsäuren
(20:5) Eicosapentaensäure,
Familie: Omega 3
Sechsfach ungesättige
Fettsäuren
(22:6) Docosahexaensäure, Familie:
Omega 3
Vorkommen:
5- und 6-fach ungesättigte Fettsäuren werden durch
Umwandlungsprozesse aus der Omega-3 Fettsäure gebildet. Kommen
in der „reinen“ Form in fettreichem Fisch, Fischöl und in geringem
Maße im Fett von Wildtieren vor.
Häufig verwendete Abkürzungen im
Zusammenhang mit Fettsäuren
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∆-Zeichen (Delta) |
Position der Doppelbindung(en), z.B. ∆-9
für Ölsäure und ∆-6,12,15 für die alpha- Linolensäure |
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ALA |
Alpha-Linolensäure |
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C12, C14,
C16, C 18 etc. |
Anzahl der in einer Fettsäure miteinander
verbundenen Kohlenstoffatome |
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C18: 2 |
Bsp. Linolsäure: die 2 steht für die Anzahl
der Doppelbindungen, bei der Alpha-Linolensäure ist die
Bezeichnung C 18:3 |
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C18:2 n-6 |
n-6 steht für die Position der ersten
Doppelbindung, bei der Alpha-Linolensäure ist die erste
Doppelbindung auf der Position n-3 |
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cis-Form |
natürliche Form der ungesättigten
Fettsäuren (gekrümmt) bei der die Atome parallel zu einander
liegen (Gegensatz trans-Form) |
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CLA |
conjugated linoleic
acids, konjugierte Linolsäure |
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DGE |
Deutschen
Gesellschaft für Ernährung |
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DGLA |
Dihomogamma-Linolensäure |
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DHA |
Docosahexaensäure |
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EPA |
Eicosapentaensäure |
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EUFS |
einfach ungesättigte Fettsäuren |
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FFS |
freie Fettsäuren |
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GFS |
gesättigte Fettsäuren |
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GLA |
Gamma-Linolensäure |
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HDL |
high density lipoproteins, HDL-Cholesterin,
Lipoproteine hoher Dichte |
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JZ / Jodzahl |
Bestimmgröße für die Anzahl der
Doppelbindungen |
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kbA |
kontrolliert biologischer Anbau |
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Kcal |
Kilokalorien |
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KJ |
Kilojoule |
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LA |
Linolsäure |
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LDL |
low density lipoproteins, Lipoproteine
niedriger Dichte |
|
LDL |
low density lipoproteins, LDL-Cholesterin,
Lipoproteine niedriger Dichte |
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MUFA |
Mono Unsaturated Fatty Acids, einfach
ungesättigte Fettsäuren |
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MUFS |
mehrfach ungesättigte Fettsäuren |
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n6/n3-Ratio |
Verhältnis von n6-Fettsäuren zu
n3-Fettsäuren |
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PUFA |
Poly Unsaturated Fatty Acids, mehrfach
ungesättigten Fettsäuren |
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SFA
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Saturated Fatty Acids,
gesättigte Fettsäuren |
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SZ / Säurezahl |
Maß für den Gehalt an freien Fettsäuren |
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TFA |
trans fatty acid,
trans-Fettsäuren |
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trans-Form |
Oft durch die Fetthärtung ungünstig
veränderte ungesättigte Fettsäure. Geradlinige Struktur der
Fettsäure, bei der die Atome einander gegenüber stehen
(Gegensatz cis-Form) |
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VHDL |
very
high
density
lipids,
Lipoproteine sehr hoher Dichte |
|
VLDL |
very
low
density
lipids,
Lipoproteine sehr niedriger Dichte |
|
VZ |
Verseifungszahl (Maßzahl für die in einem
Fett vorkommenden gebundenen und freien Säuren) |
Fettsäuren sind
zweifellos ein wichtiger Baustein für unseren Körper. Dennoch ist
deren
Einfluss auf die Gesundheit viel
komplizierter und verwirrender als bei anderen Energie- und
Baustoffen. Es gibt aber eine Quintessenz, die die Erkenntnisse
der Ernährungswissenschaft auf drei Gesichtspunkte komprimiert.
-
Unser Stoffwechsel baut die
zugeführten Fettsäuren (auch die schädlichen wie oxidierte- und
trans-Fettsäuren) in ungefähr dem Verhältnis in den Körper und
die Zellwände ein, wie sie in unserer Nahrung enthalten sind.
-
Unser Stoffwechsel braucht alle
Fettsäuregruppen,
aber in einem in einem ausgewogenen Verhältnis. Zuviel
ungesättigte Fettsäuren können ebenso ungesund sein, wie ein
Zuviel an gesättigten Fettsäuren.
-
Nicht nur die Zusammensetzung der
zugeführten Fette und Öle ist entscheidend für unseren Körper,
sondern auch die Art und Weise der Herstellung und wie sehr es
uns gelingt, die Fettsäuren und anderen Inhaltsstoffe zu
erhalten.
Siehe auch: Wichtig für den Zellaustausch
Externer Link:
Links zum
Thema Fettsäuren
Einteilung tierischer Fette
Talg
Talg hat einen hohen Schmelzpunkt und wird
durch das Schmelzen von Rind- Schafen- oder Hammelschlachtteilen
gewonnen (z.B. Rindertalg, Nierentalg, Rindernierenfett).
Schmalz
Schmalz hat einen niedrigeren Schmelzpunkt
als Talg (25-50° C). Wie beim Talg werden die fettreichen
Schlachteile vom übrigen Fleisch abgetrennt und geschmolzen. Es
wird als Schweineschmalz, Gänseschmalz, Entenschmalz,
Flomenschmalz (Bauchwandfett von Schweinen) Griebenschmalz
(Grammelschmalz) in den Handel gebracht.
Butter
Butter besteht zu mindesten 82% aus
Milchfett. Das Milchfett (Sahne, Rahm) wird durch zentrifugieren (Separator,
schleudern) von den übrigen Milchbestandteilen getrennt und
anschließend pasteurisiert und zu Butter in der Buttermaschine
geschlagen.
Tran, Seetierfette, Fischöl
Tran wird aus dem Fettgewebe von Fischen und
Säugetieren des Meeres (Wal, Robbe, Seehund) durch Erhitzen,
Pressen und Schmelzen gewonnen. Lebertran
stammt aus der Leber von Kabeljau, Dorsch, Heilbutt, Wal und
Schellfisch. Fischöle, die als Nahrungsergänzung angeboten werden,
stammen aus fettreichen Kaltwasserfischen wie Lachs, Hering oder
Makrele. Sie enthalten die langkettigen Omega-3-Fettsäuren
Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).
Knochenmark
Das stark fettreiche Knochenmark befindet
sich in den Hohlräumen der Knochen (Ausnahme Rückenmark). Es wird
durch Kochen aus den zerkleinerten Knochen gewonnen.
Klauenöl (Neatsfoot-Oil)
Klauenöl ist das Fett aus den Fußknochen von
Pferden, Rindern oder Schafen. Nach dem entfernen der Hufe wird es
durch Auskochen bzw. Extraktion von den Knochen getrennt. Es wird
in der Lederpflege eingesetzt.
Wollfett
Wollfett ist Bestandteil der Tierwolle (meist
aus Schafwolle gewonnen) und schützt das Tier vor Feuchtigkeit und
dem Austrocknen der Wollfasern. Lanolin, das gereinigte
Wollfett, wird durch Auswaschung, Ansäuern, Emulgieren,
Zentrifugieren und Umschmelzen hergestellt.
Einteilung pflanzlicher Fette
Algenöle
Algenöl (z.B. als Mikroalge Ulkenia) ist wie
Fischöl eine gute Quelle für die langkettige, mehrfach
ungesättigten Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA).
Fruchtfleischfette
Fruchtfleischfette werden aus Früchten
gewonnen die einen hohen Fettanteil haben.
Im Handel erhältlich sind: Olivenöl, Palmöl,
Avokadoöl, Sandornöl
Samenöle
Samenöle und –fette sind die am häufigsten im
Handel erhältlichen Produkte. Die Samen, können im Gegensatz zu
den aus Fruchtfleisch hergestellten Ölen, wesentlich länger
gelagert werden und sie sind auch mechanisch vor dem Verderb
geschützt. Fast alle Samen, Nüsse und Kerne können zur Öl- und
Fettherstellung mechanisch gepresst oder industriell extrahiert
werden.
Im Handel erhältlich sind: Arganöl,
Aprikosenkernöl (Marillenkernöl), Baumwollsamenöl, Borretschöl
(Boretschsamenöl), Distelöl, Erdnussöl, Haselnussöl, Hanföl,
Hagebuttenkernöl, Holundersamenöl, Jojobaöl, Johannissamenöl,
Kokosöl / Kokosfett, Kukuiöl, Kiwisamenöl, Kürbiskernöl, Leinöl,
Leindotteröl, Macadamiaöl, Mandelöl, Mohnöl, Nachtkerzenöl,
Palmöl, Palmkernöl, Pfirsichkernöl, Rapsöl, Reisöl, Rizinusöl,
Sanddornkernöl, Senföl (Schwarzkümmelöl, Sesamöl, Sheaöl /
Sheabutter, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Walnussöl, Traubenkernöl,
Weizenkeimöl, Zedernöl
Keimöle
Keimöle werden aus den Getreidekeimlingen
gewonnen.
Im Handel erhältlich sind: Rapskeimöl,
Weizenkeimöl, Maiskeimöl, Reiskeimöl, Sojakeimöl,
Sonnenblumenkeimöl
Kräuteröle
Kräuteröle entstehen dadurch, dass Kräuter
wie Bärlauch, Knoblauch, Zwiebeln, Dill, Majoran, Lorbeerblätter,
Wacholder, Basilikum Zitronenmelisse, Fenchel, Koriander, Dill,
Salbei, Rosmarin, Schnittlauch, Pfefferminze, Thymian oder
Estragon dem Speiseöl zugegeben wird und man die Mischung ein paar
Wochen ziehen lässt. Je nach Art des Krauts und der Konzentration
wird es als Speiseöl oder als Heilmittel verkauft.
Margarine
Die Margarine ist ein raffiniertes
Streichfett, das vor allem aus gehärteten und ungehärteten
Pflanzenfetten und Wasser besteht. Da sich Wasser und Fett nur
sehr schwer miteinander verbinden, ist es ein reines Kunstprodukt,
das nur durch viele industrielle Arbeitsschritte hergestellt
werden kann. Als Öle werden verwendet: Baumwollsaatöl, Erdnussöl,
Rapsöl, Maisöl, Sojabohnenöl, Sonnenblumenkernöl, Kokosöl, Palmöl.
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