Fettsäuren, bei weitem nicht nur
Baustoff für den Körper
Der Mythos vom bösen Fett
Aufgaben der Fettsäuren (Lipide)
Wichtig für den Zellaustausch
Ohne Fettsäuren keine geregelte
Sauerstoffversorgung
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren tragen elektrische Signale mit
sich
Fett und Cholesterin bilden
lebenswichtige Hormone
Allgemeine Aufgaben der Fettsäuren
Einsatzgebiet von essentiellen Fettsäuren im Überblick
Der Mythos vom bösen Fett
Fette vermeiden, nicht in die Fettfalle tappen, das Fett
absaugen, tierisches Fett weglassen, beim Einkauf auf den
Fettgehalt achten oder den anteiligen Körperfettgehalt senken.
Kein anderes Lebensmittel weckt so viel Misstrauen und bei keinem
anderen wird auf breiter Front suggeriert, dass es der ultimative
Bösewicht ist, den man bekämpfen muss.
Hier einige Beispiele warum Fett das
ernährungstechnische Sorgenkind ist:
- Fette führen zu Übergewicht und sind verantwortlich für
Fressorgien
- Fette verstopfen unsere Arterien und fördern Arteriosklerose,
sowie das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
- Fette verschlechtern die Insulinfunktion und begünstigen
damit die Insulinresistenz
- Fette wirken sich ungünstig auf die
Blutfettwerte aus und
sind ein hoher Risikofaktor für fast alle
Stoffwechselerkrankungen
- Fette rauben uns Energie, verschlechtern die
Gehirnfunktion
und behindern die Entwicklung des Gehirns
- Fette fördern die Leberverfettung oder gar eine
Lebererkrankung
- Fette (trans-Fettsäuren,
oxidierte Fette) mindern die
Leistung des Immunsystem, fördern
Krebserkrankungen und schädigen
das genetische Material (DNA)
- Fette, wie die
Arachidonsäure und die Linolsäure, fördern
Entzündungen (z.B. Hauterkrankungen, Allergien, Rheuma,
Arthritis)
- Fette bringen das
Hormonsystem durcheinander und
beeinträchtigen die Funktion der
Fortpflanzungsorgane von Mann
und Frau
Fett kann anscheinend wenig positive Punkte sammeln.
Wissenschaftler entwickeln deshalb zurzeit Fette, die ohne dass
sie die Zellen auffüllen wieder ausgeschieden werden. Nach dem
koffeinfreien Kaffee, der zuckerlosen Süße (Süßstoffe) nun das
kalorienreduzierte Fett. Damit wären alle Fett-weg-Tipps unnötig
und das Problem ein für alle Mal gelöst.
Bekanntlich gibt es aber keine
Bewegung ohne Gegenbewegung
Einige Wissenschaftler sehen nicht nur die negativen
Auswirkungen von Fett, sondern messen ihnen eine große Bedeutung
zu. Sie haben z.B. herausgefunden, dass unser
Gehirn mit einem
Anteil von 50% unser fettreichstes Körperteil ist.
►Was wird aus unserem wichtigsten Organ, wenn es nicht
laufend Nachschub an lebensnotwendigen Fettsäuren erhält?
Hierzu ein Zitat von Joseph Hibbeln Biochemiker und Psychiater
der amerikanischen Gesundheitsbehörde "National Institutes of
Health" in Washington.
„Da die Membranen unserer
Nervenzellen im Gehirn zu einem Fünftel aus essenziellen
Fettsäuren bestehen", sagt Hibbeln, "funktioniert der
Signaltransport nur dann wie geschmiert, wenn Omega-3 und Omega-6
in der richtigen Kombination vorkommen. Und eine Omega-3-arme
Ernährung geht zudem mit einer geringen Produktion des
Neurotransmitters Serotonin einher. Niedrige
Serotonin-Konzentrationen sind aber für schwere
Niedergeschlagenheit typisch“.
Quelle: GEO Wissen 09/03, „Gefährliche Mahlzeiten“,
Joseph Hibbeln
Wenn man also bei einer fettarmen Ernährungsweise über einen
längeren Zeitraum auch die essentiellen Fettsäuren ausklammert,
sind Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, starke
Stimmungsschwankungen und sogar Depressionen die Folge.
►Ist durch
die Fettreduktion erst einmal das emotionale Gleichgewicht
gestört, ist es für einen Stress- oder Frustesser fast nicht mehr
möglich, gegen die Essattacken anzukämpfen.
Übergewicht durch den
Mangel an essentiellen Fettsäuren – eine neue Sicht, aber eine der
Ursachen für Heißhunger und Abnehmkrisen.
"Die
Mediziner um Joanne F. Dorgan vom Fox Chase Krebszentrum in
Philadelphia (USA) hatten die Heranwachsenden über die ganze
Pubertät hinweg regelmäßig nach ihren Essgewohnheiten befragt und
die Konzentrationen wichtiger Sexualhormone bestimmt. Dabei
zeigte sich, dass eine fettarme Ernährung mit deutlich geringeren
Hormonspiegeln verbunden ist".
Quelle:
Ulrich Dewald, „Fettarme
Diät beeinflusst Hormonhaushalt von Mädchen“, Wissenschaft.de,
01.2003
Externer Links:
Hyperaktivität
Mit Leinöl gegen Schizophrenie und Depression
Besonders schlimm ist eine fettreduzierte Diät in der
Schwangerschaft und in der Stillzeit (was gar nicht so selten
vorkommt).
►Der Fötus und Säugling braucht große Mengen
ungesättigter und langkettiger Fettsäuren für das Wachstum, den
Nervenaufbau, die Funktion des Gehirns und für die Entwicklung der
Augen. Zunächst leeren sich die mütterlichen Speicher, durch das
sich das Risiko für depressive Phasen der Mutter erhöht. Sind
diese Speicher geleert, steigt die Gefahr einer Fehlgeburt und für
Störungen der frühkindlichen Entwicklung.
Ein Verzicht auf fettreiche Lebensmittel bedeutet auch ein
Verzicht auf die lebenswichtigen fettlöslichen Vitamine A, D, E,
K, denn dort sind sie am reichhaltigsten enthalten. Ein Mangel an
Vitamin A führt z.B. zu Sehstörungen und Funktionsstörungen von
Haut und Schleimhäuten. Vitamin D ist mitverantwortlich für den Calcium- und Knochenstoffwechsel.
Vitamin E ist einer unserer
wichtigsten Radikalenfänger und schützt uns so vor zerstörerischen
Angriffen auf die Zellen. Vitamin K wird vom Körper für die Knochenbildung, die Blutgerinnung und Wundheilung benötigt.
Darüber hinaus sind Fettsäuren, sowie die fettlöslichen
Vitamine Teamspieler, die sich gegenseitig bei lebenswichtigen
Funktionen und im Stoffwechselgeschehen unterstützen. Auch hier
lässt sich übrigens eine Brücke zu Übergewicht schlagen.
►Fehlen
essentielle Fettsäuren und Vitamine, bedeutet dies für den Körper
eine Bedrohung und wir fühlen uns solange „hungrig“, bis die
erforderlichen Vitalstoffe zugeführt sind. Dies ist übrigens kein
ungewöhnliches Verhalten. Wenn freilebende Tiere krank werden oder
ihnen Vitamine oder Mineralien fehlen, fressen Sie instinktiv
genau die Wildkräuter, die ihnen zur Gesunderhaltung fehlen. Es
wurde auch beobachtet, dass Tiere des Öfteren mineralstoffreiche
Erde zu sich nehmen, um Mangelerscheinungen auszugleichen. Im
Unterschied zu uns Menschen ist dies allerdings ein bewusster
Vorgang und auf die benötigte Menge beschränkt.
►Wer trockene und stumpfe Augen hat, dem fehlen Fettsäuren.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für die Bildung der
Fettschicht in der Tränenflüssigkeit erforderlich und lassen die
Augen strahlen. Eingefallene Augen entstehen dadurch, dass bei
starker Abmagerung oder nach langer Krankheit der Fettkörper
hinter den Augen schwindet. Dadurch lässt auch die Sehkraft nach,
da der Augapfel nicht mehr in der optimalen Position ist.
„Die Funktion aller
Sinnesorgane,
auch Geruch und Geschmack, wird beeinflusst von der Elastizität
des Gewebes und der Spannkraft, der elektrischen Dipolarität, an
deren Aufrechterhaltung die schwefelhaltigen Eiweißstoffe
zusammen mit den lebensnotwendigen hochungesättigten Fetten
erheblichen Anteil haben. Sicher spielen noch zahlreiche andere
Funktionen außerdem eine Rolle. Nur der fundamentale wichtige
konstituierende Anteil Fett ist bis heute bis zum äußersten
gefährdet und damit der elementarste Vorgang bei der Funktion
aller Sinnesorgane“.
Quelle: Dr. Johanna Budwig, „ Das
Fettsysndrom“,
Hyperion, 1994
Kann man mit einer Niedrigfett-Diät den Cholesterinspiegel senken?
Umfassende Informationen zu
Cholesterin à
Dies ist für 85% der Menschen nicht möglich, da es im
Körper einen „Ein- und Ausschalter“ für die erforderliche
Cholesterinmenge gibt. Wenn sehr viel Cholesterin über die Nahrung
aufgenommen wird, nimmt der Körper weniger Cholesterin im Darm auf
und reduziert zusätzlich die körpereigene Cholesterinherstellung.
Aber auch wenn durch eine fettarme Ernährung das Gesamtcholesterin
nach unten geht, bedeutet dies noch keine Risikominderung, da auch
das „gute“ und herzschützende HDL-Cholesterin abnimmt.
►Unter dem
Strich bringt diese Art der Cholesterinsenkung überhaupt nichts,
erhöht jedoch das Risiko für andere Erkrankungen.
„Wir wären glücklich, wenn eine
einzige medizinische, kontrollierte Untersuchung vorgelegt werden
könnte, die zeigen würde, dass Menschenleben durch die Senkung
von Cholesterin gerettet werden. Es fällt dagegen nicht schwer,
zehn Studien herauszusuchen, die zei-gen, dass eine Senkung des
Fettes eher sogar mit einer höheren Sterblichkeit einhergeht."
Der Kardiologe Prof. Dr. med.
Harald Klepzig
Solche Zusammenhänge und Wechselwirkungen können für fast alle
Körperfunktionen festgestellt und durch wissenschaftliche Studien
belegt werden. Das Durcheinander über die negativen und positiven
Effekte von Ölen und Fetten entsteht durch unvollständige und oft
auch durch manipulierte Informationen. Auf den folgenden Seiten
soll deshalb zunächst die lebenswichtige Bedeutung der Fettsäuren
auf bestimmte Organe und Körperfunktionen zusammengestellt werden.
a)
Wichtig für den Zellaustausch
Wenn man sich klar macht, dass von
unseren 70-100 Billionen Körperzellen jede einzelne mehrfach
ungesättigte Fettsäuren benötigt, um ihre Aufgaben erfüllen zu
können, kann man die Bedeutung eines Mangels in unserem Körper
erahnen.
Um die Leistungsfähigkeit der Zellen zu erhalten, müssen
Nährstoffe und Sauerstoff von außen zugeführt werden. Im
Körperinneren sorgen eine geregelte Ausscheidung von
Abfallprodukten und die ständige Regeneration durch die
Zellteilung für die Zellgesundheit.
Hieran haben ungesättigte
Fettsäuren einen entscheidenden Anteil, da sie den gesamten
Stoffwechsel und alle Austauschprozesse mit beeinflussen.
►Nur
durch eine intakte Zellmembran (Zellwand) können Nährstoffe und
Sauerstoff von der umliegenden Gewebsflüssigkeit optimal
aufgenommen und ausgetauscht werden.

►Für die
Zellmembranen ist es entscheidend, ob das Verhältnis gesättigter
und ungesättigter Fettsäuren stimmt. Gesättigte Fettsäuren sind
geradkettig und durch die parallele Anordnung lassen sich diese
sehr stark verdichten, weshalb gesättigte Fette bei
Zimmertemperatur auch fest sind. Ihre Aufgabe in den Zellmembranen
ist es, der Zelle die erforderliche Festigkeit zu verleihen.

Abb.: Mysterinsäure (C16:0)
Ungesättigte Fettsäuren weisen je
nach Grad der Sättigung einen oder mehrere Knicke (cis-Anordnung)
auf und verändern ihre räumliche Struktur.

Abb.: alpha-Linolensäure, (C18:3, Omega-3)
Die cis-Anordnung verhindert eine
parallele und kompakte Anordnung der Fettmoleküle, da sie mehr
Raum benötigt. Das Fett ist dadurch flüssig. So in die Membranen
eingebaut, hält es diese funktionstüchtig, flexibel und
durchlässig. Dies verbessert den Zellaustausch, wodurch
Schlackenstoffe schneller abgebaut und die Nährstoffversorgung
optimiert werden. Besonders wichtig ist dies auch bei den roten
Blutkörperchen. Nur durch flexible und bewegliche Membrane sind
sie in der Lage, bis in die kleinsten Blutgefäße vorzudringen und
das Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen.
Wichtig:
Nur wenn die festen gesättigten Fettsäuren, Cholesterin (fördert
ebenfalls die Stabilität) und die ungesättigten Fettsäuren als
Kombination vorliegen, haben unsere Zellen die nötige Festigkeit
und die nötige Flexibilität.
Eine
gute Versorgung mit Sauerstoff ist bei weitem nicht nur davon
abhängig, ob wir über die Lungen (äußere Atmung) genügend
Sauerstoff aufnehmen.
►Viel entscheidender ist die innere Atmung
(Zell- oder Gewebsatmung). Um diese zu gewährleisten, muss der
Körper ständig Atmungsenzyme (Atmungsfermente) aufbauen. Neben
bestimmten Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen benötigen wir
dazu auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus den Zellmembranen.
Fehlen diese, sinkt die Zellatmung und es reduzieren sich viele
Stoffwechselvorgänge, die für die Energiegewinnung erforderlich
sind.
Die Folgen einer schlechten Sauerstoffversorgung sind
schwerwiegend
Das Spektrum reicht von Müdigkeit, Konzentrations-
und Gedächtnisstörungen, Schmerzen im Gewebe, Gefäßverengung,
Potenzstörungen, Immunschwäche bis hin zu Nervenschädigungen. Die
schlimmste Folge der blockierten Atmungskette ist jedoch, wenn
durch dauerhaften Sauerstoffmangel der Zellstoffwechsel auf Gärung
(anaerob, ohne Sauerstoff) umstellen muss. Die Energiegewinnung
der Zelle (ATP) bricht dann fast vollständig zusammen, da bei
Gärung (Glykolyse) nur 2 kcal Energie erzeugt werden, während mit
Sauerstoff die 26fache Menge (52 kcal) zur Verfügung steht.
►Als
Folge entstehen Zellgifte, das Immunsystem ist anfälliger für
Krankheitserreger und die Gefahr steigt drastisch dass die Zelle
zur Krebszelle mutiert. Um diesen Kollaps zu stoppen und sogar
rückgängig zu machen, benötigen wir reaktionsfreudige, mehrfach
ungesättigte Fettsäuren und, wie die deutsche Forscherin Dr.
Johanna Budwig nachweisen konnte, bestimmte Eiweißverbindungen,
die diesen Prozess unterstützen.
Gesättigte und ungesättigte
Fettsäuren haben nicht nur gegensätzliche Aufgaben beim
strukturellen Aufbau der Zellmembranen, sondern auch bei der Art
und Weise, wie sie mit anderen Stoffen chemisch reagieren.
►Wie der Name schon sagt, sind
gesättigte Fettsäuren schon komplett beladen. Sie haben ihre klar
definierten Aufgaben, aber sonst wenig Interesse, mit anderen
Stoffen neue Verbindungen einzugehen.
►Anders die einfach und mehrfach
ungesättigten Fettsäuren. Sie sind aufgrund ihrer freien
Doppelbindung(en) hochreaktiv und „mischen“ sich daher im positiven
Sinne als Helfer, Auftraggeber oder Initialzündung in das gesamte
Stoffwechselgeschehen ein.
Die Nutzbarmachung
dieser Energie hängt im Wesentlichen auch von ihrem
Elektronenreichtum ab
Bei
gesättigten Fettsäuren sind die Elektronen im Fettmolekül
gefangen. Sie sichern die starre Verbindung der Atome, können sich
aber nicht lösen.
►Ungesättigte Fettsäuren haben ein Elektronenpaar mehr (also zwei).
Dieses eine Elektronenpaar erfüllt weiter die Stabilisation des
Moleküls, das andere Elektronenpaar bildet um das Molekül eine
Elektronenwolke.
„Die Elektronenwolke der
hochungesättigten Fettsäuren verleiht den Zellfunktionen die
polare Kraft insbesondere der Zellteilung, der Zellatmung, und
der Zellmembran“.
Quelle: „Heilende Öle“, G.A.
Ulmer, Ulmer Verlag, S. 35
Diese Eigenschaft der essentiellen
Fettsäuren als „bio-elektronischer Dynamo“ verbessert auch das
Redox-Potential und befähigt den Körper, den ph-Wert im Blut und
in den Zellen konstant zu halten. Viele Krankheiten werden durch
ein saures Milieu gefördert und die Azidose (Störung des
Säure-Basen-Haushalts) kann getrost als Volkskrankheit bezeichnen
werden. Die große Bedeutung der Elektronen für den
Säure-Basenhaushalt wird in der Broschüre „Pflanzliche Öle –
Heilkraft für Körper und Seele“ ausführlich beschrieben.

Externe Links
zu Dr. Johann Budwig und zur Elektronenwolke
1
2
3
d) Fett und Cholesterin bilden
lebenswichtige Hormone
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
sind am Auf- und Abbau hochwirksamer
Gewebshormone, wie zum
Beispiel den Prostaglandinen beteiligt. Diese sind die Schmerz-,
Entzündungs-, Fieber- und Botenstoffe unseres Körpers. Im
positiven Sinne dienen sie zur Blutdruckregulierung,
Blutgerinnung, Schmerzbekämpfung, Entzündungshemmung und
Fiebersenkung,. Ebenso fördern sie die Bildung von Abwehrzellen in
der Milz und in den Lymphknoten.
„Wichtig auch, daß essentielle
Fettsäuren die Vorstufen der Prostaglandine darstellen und somit
eine Beeinflussung des gesamten Wirkspektrums von Prostaglandinen
durch essentielle Fettsäuren erfolgt. Dies hat vor allem für den
Schmerzpatienten und Patienten mit chronisch entzündlichen
Erkrankungen eine besondere Bedeutung“.
Quelle: Dr. Harald Stossier,
„Die Bedeutung der Fette in der
Therapie nach Dr. F. X. Mayr“,
Informationsschrift der
Internationale Gesellschaft der
Mayr-Ärzte.
Cholesterin,
welches in der Regel völlig zu unrecht in der Kritik steht, ist
als Ausgangssubstanz unerlässlich für die Synthese der
Steroidhormone Testosteron, Östrogen, Progesteron, Cortison und
Aldosteron.
Weitere Aufgaben von Cholesterin
-
es stabilisiert die Zellmembranen
und fördert deren Fluidität (Durchlässigkeit)
-
ist eine Vorstufe für das Vitamin
D
-
Bestandteil der Myelinscheiden
(Isolierschicht) der Nervenfasern
-
Grundstoff für die
Gallensäureproduktion
-
ist an der Bindung und Spaltung
von Nahrungsfetten beteiligt
-
ist wichtig
für den Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit und für das
seelische Gleichgewicht
Auf das Thema
Cholesterin wird in den anderen Broschüren dieser Reihe noch näher
eingegangen, deshalb hier nur eine kurze Stellungsnahme. Ob hohe
Cholesterinwerte tatsächlich das Herzinfarktrisiko erhöhen, ist
bei weitem nicht so klar belegt, wie es den Anschein hat.
Die
Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder hat auf ihrer
Internetseite folgende Fakten zusammengetragen:
-
Vergleicht
man die Langzeitstudien, treten nur bei 3 von 16 ein
statistischer Zusammenhang zwischen der Cholesterin-Zufuhr und
dem Auftreten von Herzinfarkten auf.
-
Bei den
allermeisten Infarkten sind die Blutcholesterinwerte völlig
unauffällig.
-
Bei gleicher Anzahl der
Publikationen werden Studien, die eine Cholesterin-Senkung
für sinnvoll halten,
sechsmal häufiger zitiert als Studien, die
diese These nicht unterstützen.
-
Länder mit
einem hohen Fettanteil in der Ernährung, wie z.B. die Japaner,
haben die niedrigste Herz-Kreislauf-Sterblichkeit.
-
Ein hoher
Cholesterinspiegel im Alter geht einher mit einer höheren
Lebenserwartung.
Nach:
„Cholesterin: Die Wissenschaft vergiftet“,
Ernaehrgesund.de
„Männer
und Frauen, deren Cholesterinwerte naturgemäß niedriger waren,
schnitten bei mentalen Aufgaben mit hohen Anforderungen an
Abstraktionsvermögen, Redegewandtheit, Aufmerksamkeit und
Konzentration deutlich schlechter ab. Cholesterin ist wichtig für
die Gehirnentwicklung bei Kindern. Außerdem spielt es im
Erwachsenenalter eine Rolle für die Funktionsfähigkeit der
Nervenzellen, was den Zusammenhang erklären könnte“.
Quelle:
Wissenschaft.de „Gesundheit
-
Cholesterin schmiert das Gehirn,
Cornelia
Dick-Pfaff, 03.2005
Externer Link:
Cholesterin
-
Fette speichern Energie, um diese
bei Bedarf als „Kraftstoff“ in Form von so genannten freien
Fettsäuren abzugeben.
-
Neben der Aufgabe als
„Vorratskammer“ schützt Fett den Körper und die Organe vor Kälte,
Druck und Stoß.
-
Viele Aromen können sich erst in
Verbindung mit Fett entwickeln und geben so dem Essen einen
gehaltvollen und guten Geschmack.
-
Die Gesundheit des Gehirns, der
Nervenleitungen und die Produktion von Neurotransmittern wie
Serotonin und Dopamin hängen im Wesentlichen von einer gesunden
Fettsäurenzusammensetzung ab. Bei Hyperaktivität, Depressionen,
Gedächtnisschwäche, Lernschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen
sowie Nervenerkrankungen fehlen oft langkettige, ungesättigte
Fettsäuren.
-
Chronischer
Kopfschmerz ist oft ein Anzeichen von Sauerstoffmangel im Gehirn.
Dieser kann entstehen, wenn die essentiellen, mehrfach
ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung fehlen.
-
Die Eiweißsynthese, Entgiftung
und Hormonproduktion kann ohne Fettsäuren nicht oder nur
unkontrolliert ablaufen.
-
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind bedeutende Bestandteile der
Leber, des Herzens und der Augen.
-
Fettreiche Nahrungsmittel enthalten die größten Mengen an den
essentiellen fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Auch erhöht
sich zusammen mit Fett die Aufnahme und die Bioverfügbarkeit
dieser Vitamine erheblich
(z.B. wenn Öle zusammen mit Obst, Gemüse, Salate verzehrt
werden). Wichtig: Durch Diätmargarine und andere fettreduzierte Produkte
nimmt der Gehalt an fettlöslichen Vitaminen und Carotin im Blut
ab.
-
Fettsäuren sind wichtig für den
Muskelstoffwechsel und die Muskelkontraktion.
-
Für die gesamte Schleimsekretion
werden ungesättigte Fettsäuren benötigt. Störungen der
Schleimsekretion können zu Atemwegserkrankungen sowie
frühzeitiger Abnutzung der Knorpelsubstanz führen.
-
Essentielle Fettsäuren fördern
die Bildung und Erhaltung von gesunden Darmflora-Bakterien
(wichtig z.B. bei einer Candidabelastung).
-
Nicht nur die
Haut trocknet ohne ungesättigte Fettsäuren aus, sondern jegliches
Gewebe. Selbst die Haare verlieren ihren Glanz und ihre
Elastizität.
-
Ohne ausreichende Zufuhr von
ungesättigten Fettsäuren steigt das Risiko von Magen- und
Darmkrebs.
-
Fettsäuren sind Bestandteil des
Tränenfilms, der das Auge ständig benetzt. Fehlt Fett reißt der
Tränenfilm ständig auf (trockene Augen) und es können irreparable
Schäden an der Hornhaut entstehen. Der Fettkörper hinter den
Augen hält zusammen mit den Muskelsträngen den Augapfel in
Position. Ist nicht genügend Fett vorhanden, fallen die Augen ein
– Sehschwäche ist die Folge.
-
Ungesättigte Fettsäuren halten
den Ohrenschmalz geschmeidig und verleihen so dem Trommelfell die
nötige Elastizität.
-
Um Ablagerungen schädlicher
Fettsäuren (z.B. trans-Fettsäuren, oxidierte Fettsäuren) aus den
Organen, Gefäßen und dem Gewebe wieder zu entfernen, ist eine
ausreichende Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren unbedingt
erforderlich.
-
Lipide zwischen den einzelnen
Zellen halten die Feuchtigkeit in der Haut zurück und verhindern
so, dass die Haut schuppig, spröde oder rissig wird.
-
Essentielle Fettsäuren verbessern
die Zellfunktion, Sauerstoffversorgung und Psyche. Sie haben
keinen negativen Einfluss auf den Insulinspiegel, tragen zu einem lang
anhaltenden Sättigungsgefühl bei und mobilisieren träge, lange
eingelagerte Fettsäuren aus den Fettzellen. Alles Faktoren, die
beim Abnehmen eine wichtige Rolle spielen.
Wegen der
unterschiedlichen Aufgaben im Stoffwechsel und auf Zellebene ist
eine dauerhafte Ernährungsstrategie mit Fett oder besser gesagt
mit gesunden Fetten und Ölen von erheblicher Bedeutung.
f)
Mögliche Einsatzgebiete von essentiellen Fettsäuren im Überblick
-
Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Bluthochdruck, Senkung des Gesamtcholesterins, Herzinfarkt,
Schlaganfall, Thrombose (Verklumpung von Blutplättchen),
Arterienverkalkung
-
Allergische
Erkrankungen als Folge einer geschwächten Abwehrlage und
entzündlicher Reaktionen
-
Verbesserung
der Kommunikation und Gleichgewicht der Hormone (auch bei
Wechseljahr- und Regelbeschwerden).
-
Trockene
und tiefliegende Augen
-
Kann
die Intensität von Kopfschmerzen mindern
-
Fördert
die Gesunderhaltung und Regeneration der Darmschleimhaut
-
Fettstoffwechselstörungen
und ihre Folgekrankheiten (erhöhte Cholesterin- und
Blutfettwerte, Fettleber, verminderte Fettverbrennung)
-
Bei
geschwächtem Immunsystem (z.B. erhöhte Anfälligkeit für
Infektionen)
-
Reduktion
von Schmerzen, die auf entzündlichen Prozessen beruhen
-
Nervenkrankheiten
wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Epilepsie
-
Gestörte
Wundheilung nach Operationen und Verletzungen
-
Verbesserung
der Hautfunktion, bei trockener und schuppiger Haut, Juckreiz,
Ekzeme, Schuppenflechte (ölt die Haut von innen und bindet die
Feuchtigkeit in der obersten Hautschicht)
-
Chronisch
entzündliche Erkrankungen wie: Asthma, Osteoarthritis, Rheuma,
Arthritis, Neurodermitis, Allergien, Colitis ulzerosa, Morbus
Crohn
-
Öle
können als natürliche Sonnenschutzcremes genutzt werden.
Walnussöl hat einen Lichtschutzfaktor von 10, Olivenöl von 5-8
und Sesamöl von 4.
-
Reduktion
von Nervenstörungen und Verbesserung der Insulinverwertung bei
Diabetikern
-
Verbesserung
und Erhalt des Sehvermögens (auch im Alter)
-
Schützenden
und heilenden Einfluss auf das Krebsgeschehen
-
Notwendig
für die Entwicklung des Gehirns und der Nervenzellen beim Fötus
und Säugling, beugen Frühgeburten vor, verhindern
Wachstumsstörungen
-
Bei
Depressionen, Nervosität und Stimmungsschwankungen,
Funktionsstörungen unseres Gehirns, nachlassendem Gedächtnis,
Hyperaktivität, Lernstörungen, Demenz, Reduzierung von
Stresssymptomen. Auch Schwangerschaftsdepressionen deuten auf
einen Mangel dieser Fettsäuren hin
Externer Link:
Auch Tiere benötigen gesunde Fettsäuren
Gesamtübersicht
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