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Hanföl (Cannabis sativa L.)
Gut für: Haut, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Entzündungen, Allergien, geistige Fitness
Ölgehalt
Beschreibung
Die Nutzung von Hanfsamen und Hanföl ist eng mit der Geschichte von Hanf als Droge verbunden. Um eventuelle Vorurteile auszuräumen, werden die Hintergründe für die Unsicherheit im Gebrauch von Hanfprodukten etwas genauer beschrieben.
Hanf gehört wie der Hopfen zu den Hanfgewächsen (Cannabaceae) und gedeiht in fast allen Klimazonen. Die einjährige Pflanze kann eine Höhe von bis zu 7 Metern erreichen. Dementsprechend ist sie eine sehr ergiebige und profitable Nutzpflanze, die auch Dank ihrer guten Eigenschaften in vielen Geschäftsbereichen der Wirtschaft Fuß gefasst hat. Zur Zeit können aus den Pflanzenbestandteilen ca. 50.000 verschiedene Produkte hergestellt werden. Hanf macht auch ökologisch Sinn
Die Pflanze ist äußerst robust, laugt die Böden nicht aus, hat in der Wachstumsphase eine sehr hohe CO² Bindung und benötigt keinen Kunstdünger und Spritzmittel, um hohe Erträge zu erzielen. Der großflächige Anbau könnte sogar viele Wälder vor dem Abholzen retten. ►Aus Hanf lassen sich bei gleicher Fläche etwa vier mal soviel Zellstofffasern für Papier, Bau- und Dämmstoffe gewinnen, wie durch das Fällen von Holz.
Das Hauptunterscheidungsmerkmal beim Hanf ist sein Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC), einem Cannabinoid, welches Rauschzustände auslösen kann. Rausch- bzw. Medizinalhanf (Cannabis Haschisch, Marihuana, Gras) hat eine hohe Konzentration und fällt damit unter das Betäubungsmittelgesetz. ►Nutzhanf ruft keinerlei psychoaktive Erscheinungen hervor, da es durch Züchtung gelungen ist, das THC fast völlig zu entfernen. Bei Hanfsamen oder Hanföl war dies ohnehin nie ein Problem, da sich THC ausschließlich in den Drüsenhaaren befindet (vor allem in den Hüllblättern). Lediglich bei unsachgemäßer Verarbeitung können Spuren des THC auf die Samen übergehen.
Die wechselvolle Geschichte von Hanf
Über dreitausend Jahre, bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, war Hanf die weltweit am häufigsten angebaute Nutzpflanze. Begonnen hatte der Anbau vor ca. 10.000 Jahren in China, wo die Hanfsamen als Lebensmittel genutzt wurden. 2000 Jahre später konnten aus den Pflanzenfasern die ersten Webstoffe der Welt hergestellt werden und 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung schafften es die Chinesen, erstmals Papier aus Hanf herstellen. Dies kam auch Gutenberg zugute, der seine erste Bibel im Jahr 1455 auf Hanfpapier druckte. Berühmte Künstler wie Rembrandt verwendeten zum Malen Leinwände und sogar Farben aus Hanf.
Ab dem 5. Jahrhundert vor Chr. stellte man aus Hanf Seile und Segel her. Dies war für die Seefahrt eine wichtige Entdeckung, denn es ebnete den Weg für lange Seereisen. Eroberer wie Columbus benötigten widerstandsfähige Materialen, um den klimatischen Bedingungen der Weltmeere zu trotzen. Hanf bietet dazu beste Vorraussetzungen, da es wasserabweisend und extrem reißfest ist. Die weltweit erste Jeans von Levi Strauss bestand ebenfalls aus Hanf und wurde als unverwüstliche Hose von Goldgräbern und Cowboys geschätzt.
In der Medizin war Cannabis über einen Zeitraum von 3500 Jahren eines der begehrtesten Heilmittel. Selbst die Schulmedizin verwendete in großem Umfang Cannabis-Präparate wegen seiner beruhigenden, krampf- und hustenlösenden sowie schmerzstillenden Wirkung ►(in den USA war es im 19. Jahrhundert das meistverwendetste Schmerzmittel).
Der Niedergang der Hanfpflanze beginnt im 19. Jahrhundert. Durch die Mechanisierung der Textilindustrie und durch die neu entwickelten Baumwollentkernungsmaschinen konnte man die Baumwollprodukte erstmals preisgünstiger produzieren. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kamen als weitere Konkurrenz die noch billigeren chemischen Textilfasern (Perlon, Nylon, Rayon) auf den Markt. Hinzu kam, dass die Papierindustrie zunehmend auf Holz setzte. Der billigste Rohstoff ist der, der nicht angebaut werden muss. Damals konnte Holz in den dichten Wäldern Nordamerikas noch äußerst billig oder sogar kostenlos abgeholzt werden.
Durch die arbeitsintensive Verarbeitung verlor Hanf zusehends an Bedeutung und als 1938 die erste vollautomatische Hanf-Schälmaschine vorgestellt wurde, war es bereits zu spät.
Baumwoll-, Holz- Pharma- und Chemielobbyisten setzten eine Hanfsteuer durch, die die profitable Vermarktung erschwerte. Als Argument diente die Möglichkeit von Hanf zum Drogenmissbrauch. ►Vor allem Harry Anslinger, Chef des Drogendezernates "Federal Bureau of Narcotics", setzte alles daran, Konsum und Handel von Cannabis zu verbieten. Dabei war ihm jedes Mittel recht. Vor dem Senat bezeugte er: "Marihuana ist die gewalterzeugendste Droge in der Geschichte der Menschheit" und „der satanische Jazz sei eine direkte Folge des Marihuanakonsums“. Das kam auch der Pharmaindustrie nicht ungelegen, da synthetische Eigenentwicklungen, wie die 1898 patentierten Schmerzmittel Aspirin und Heroin, profitabler zu vermarkten waren. Heroin wurde erst 1912 apothekenpflichtig und 1920 rezeptpflichtig und schließlich 1958 ganz verboten.
Heroin ist "ein recht schönes Geschäft", finden stolze Bayer-Direktoren. Und die Mehrheit der Ärzte preist es als wertvolles und sicheres Arzneimittel mit "zauberhafter Wirkung", hilfreich gegen Husten, Schmerzen und allerhand andere Gebrechen. Schulkinder, Gebärende, Polizisten, Alte und Gebrechliche konsumieren Heroin. Sie nehmen es ein als Pulver, Mixtur, Saft oder Zäpfchen, für Frauen gibt es heroinhaltige Tampons. Heroin ist überall und doch: Kaum jemand wird abhängig, keine Specie verfällt der Beschaffungskriminalität, wozu auch: Bayer-Heroin ist in den Apotheken vorrätig, nicht eingewickelt und verpanscht in winzigen Stanniolkügelchen, sondern abgepackt in eleganten Heroin-Flakons oder in Gläsern, die bis zu 25 Gramm fassen - eine Menge, die heute reichen würde für viele Dutzend einsame Tode auf dem Bahnhofsklo.
Quelle: Marco Evers, „Viel Spaß mit Heroin“, Der Spiegel, 26/2000
Heroin war erlaubt, der Hanfanbau wurde untersagt
1937 wurden durch den "Marihuana Tax Act" so extrem hohe Steuern beschlossen, dass der Hanfanbau in den USA schlagartig zum Erliegen kam. Später wurde der Hanfanbau generell verboten und durch massive Falschinformationen war der Anbau bald in der ganzen Welt geächtet.
Beseitigung eines unliebsamen Rohstoffs
„Das Cannabis-Problem wurde von führenden Industriellen begierig aufgegriffen, da auf diese Weise der unliebsame Rohstoffkonkurrent Hanf bequem aus dem Wege geräumt werden konnte. Besonders der Chemie-Konzern DuPont und der Waldbesitzer und Zeitungsmagnat Hearst förderten und finanzierten das "Bureau of Narcotics" mit seinem großen Feldzug gegen den Hanf“.
Quelle: Planet Wissen, WDR, SWR und BR-alpha, Gregor Delvaux de Fenffe, 11.2004
Egal wie man zu Hanf als Medizin- oder Rauschmittel steht – die anderen Nutzungsmöglichkeiten sind durch neue industrielle Fertigungsmöglichkeiten fast unbegrenzt und vor allem auch ökologisch sinnvoll.
Aus Hanffasern und Hanfschäben (dem holzige Innenteil des Hanfstängels) können hergestellt werden:
Dämmstoffe,
Isolierungen, Bau- und Spanplatten, Verbundwerkstoffe,
Hanf-Lehm-Mischungen, Brennmaterial z.B. für Pelletheizsysteme,
Einstreu für Tiere, Formpressteile wie z.B. Türinnenverkleidungen
und Hutablagen für die Autoindustrie, baumfreies Papier und
Textilfasern.
Was zeichnet die völlig THC-freien Hanfsamen aus?
Anwendungsgebiete / Aufgaben ► Es gibt von Natur aus kein perfektes Öl das alle positiven Aspekte vereint. Am ehesten trifft diese Bezeichnung noch auf das Hanföl zu. Es ist ausgezeichnet in der Fettsäurenzusammensetzung und hat auch bei den gesundheitsfördernden Fettbegleitstoffen ein breites Wirkungsspektrum. Es kann deshalb auch ideal mit anderen Ölen kombiniert werden. Phytosterine gegen überhöhte Cholesterinwerte
Das Fettsäurenspektrum ist bei Hanföl sowohl umfangreich wie ausgewogen
Insgesamt ist Hanföl wegen der Kombination von lebenswichtigen Eiweißen, Vitalstoffen und seiner Fettsäurenmischung eines der wertvollsten Lebensmittel. 1 2 3 [4] 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
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