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10 % Fett - 10 % Leistung - 10% Gesundheit

 

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Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre über die
lebenswichtigen und
Funktionen
der Fettsäuren
und welche uns krank
machen

 

 

Das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren ist entscheidend für unsere Gesundheit

Mehrfach ungesättigt, essentiell und doch nicht gesund?
Woher kommt die Dominanz der Omega-6 Fettsäuren?
Mangel an essentiellen Omega-6-Fettsäuren führt zu
Welche Auswirkungen hat es, wenn wir zuviel Omega-6 Fettsäuren zu uns nehmen?

Mehrfach ungesättigt, essentiell und doch nicht gesund?

Keine einzige natürliche Fettsäureart kann in gut oder schlecht eingeteilt werden. So ist die Bezeichnung vom „bösen“ LDL-Cholesterin genauso falsch wie die Aussage, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren generell die „guten“ Fette sind. Hier gibt es einen wunderbaren Ausspruch von dem Arzt und Alchemisten Theophrastus Bombastus von Hohenheim (Paracelsus von Hohenheim): „Alle Dinge sind Gift und nichts ohne Gift, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist“.
Das heißt in Bezug auf die Fettsäuren, dass ihre Wirkung von der Konzentration abhängig ist und dem Zeitraum den sie zugeführt werden und damit auf den Stoffwechsel einwirken.

So kann auch eine ungünstige Kombination der Nahrungsfette, wie sie für unsere Ernährung typisch ist, auch bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Während das Verhältnis der essentiellen Omega-6-  zu Omega-3 Fettsäuren in der Nahrung unserer Vorfahren noch bei 3-2:1 betrug, liegt der Anteil heute in der Deutschland, Schweiz, Österreich und in den USA bei ca. 15-20:1.

Die folgende Tabelle basiert auf dem Nahrungsangebot, als noch kein Ackerbau und Viehwirtschaft betrieben wurde, also vor 10 000 Jahren und davor. Ausgewählt wurden ausschließlich Lebensmittel heimischer Tiere und Pflanzen aus dem mitteleuropäischen Raum.

Abk.: Fett = Gesamtfettgehalt, 18:2 = Linolsäure (Omega 6),  18:3 Linolensäure (Omega 3)

Maßeinheit: in g/100g Lebensmittel

Fett

18:2

18:3

 

Verhältnis

(18:2) : (18:3) 

 

 

 

 

 

 

Wildfleisch

5,18

0,58

0,25

 

2,32:1

Geflügel

7,48

1,4

0,4

 

3,5:1

Fisch

6,32

1,31

0,51

 

2,57:1

Innereien

11,20

0,43

0,14

 

3,07:1

Eier

62,05

1,00

0,30

 

3,33:1

Haselnuss, Walnuss

0,27

21,05

3,20

 

6,58:1

Obst, Wurzelgemüse

0,43

0,10

0,03

 

1:3,33

Kräuter, Wildpflanzen

0,70

0,07

0,20

 

1:2,86

Waldpilze

0,40

0,10

0,30

 

1:3,00

Beeren

5,18

0,15

0,09

 

1,29:1

 

 

 

 

 

 

Durchschnitt aller Nahrungsmittel

10,45

2,75

0,56

 

4,91:1

Quelle: Daten zusammengestellt nach dem Ernährungs-Informations-System der Uni Hohenheim auf Basis des Bundeslebensmittelschlüssels. Berücksichtigt wurden Lebensmittel mit einem Anteil von ≥ 0,1g.

Quelle: Daten zusammengestellt nach dem Ernährungs-Informations-System der Uni Hohenheim auf Basis des Bundeslebensmittelschlüssels. Berücksichtigt wurden Lebensmittel mit einem Anteil von ≥ 0,1g.

Stellt man die Omega 6- den Omega 3 Fettsäuren gegenüber, kann das Verhältnis bei einem hohen Anteil an fetthaltigen Nüssen 5:1 betragen haben, wahrscheinlicher ist aber, dass es zwischen 2-3:1 gelegen hat.

Dazu im Vergleich 159 typische Gerichte der mitteleuropäischen Küche

Tabelle: (PDF)   (HTML)

Tabelle mit sämtlichen Nährstoffen: (PDF)

Woher kommt die Dominanz der Omega-6 Fettsäuren?

  • Getreide-Produkte sind inzwischen unsere täglichen Begleiter. Sie werden nicht nur in Brot oder Nudeln verarbeitet, sondern auch in Gebäck, Waffeln, Kräcker, Salzstangen, Kuchen, Cornflakes und vielem mehr. Getreideprodukte sind nicht unbedingt abzulehnen, aber in Punkto Fettsäurenzusammensetzung überwiegen die Omega-6 Fettsäuren (Weizen 14:1, Roggen 11,5:1, Soja 10,5:1 und Mais 29:1.
     

  • Verschärft wird dieses Problem noch durch den Verzehr von Fleisch, Fleischprodukten und Milchprodukten aus Mastbetrieben. In den Futtertrögen befindet sich vor allem Fertigfutter bestehend aus Getreide und Soja. Es ist günstig, macht weniger Arbeit und die Tiere wachsen dadurch schneller. Aber es fehlt ihnen das Omega-3-haltige Grünfutter. Das betrifft übrigens im gleichen Maße auch Fischzuchtfarmen. Auch durch diesen Umstand muß es zwangsläufig zu einem Überangebot an Omega-6-Fettsäuren kommen. Fische aus Zuchtfarmen, wie der Lachs haben ca. 1/3 weniger Omega-3 Fettsäuren.
     

  • Ein mindestens ebenso wichtiger Punkt, ist die zunehmende Verwendung von Omega-6-Fettsäuren-reicher Öle und Industriemargarine. Mit essentiellen Fettsäuren wird seit Jahrzehnten Werbung gemacht – eine Unterscheidung der Fettsäuren findet allerdings nicht statt. Bei herkömmlicher Margarine können je nach Art bis zu 82-mal mehr Omega-6 Fettsäuren enthalten sein, wie ihre natürlichen Gegenspieler – die Omega-3 Fettsäuren. Bei  Sonnenblumenöl liegt es um die 122:1 und Distelöl hat einen Gehalt von 148:1. Solche Produkte finden sich heute in fast allen Fertig- und Fettprodukten (z.B. Backwaren, Margarine, Frittierfette, Mayonnaisen). Im Prinzip werden wir mit diesen Produkten regelrecht mit Omega-6 Fettsäuren „gemästet“.
     

  • Als 4. und letzter Punkt ist die drastische Senkung der Omega-3-Zufuhr. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und die Nahrungsmittelindustrie fördert die Abhängigkeit. Man weiß heute, dass bestimmte suchterzeugende Geschmacksstoffe in Fastfood den Geschmack so beeinflussen können, dass sie uns die Kontrolle über unser Essverhalten entziehen. Dadurch reduzieren immer mehr Menschen den Konsum von Omega-3-Fettsäure-reichen Lebensmitteln wie grüner Salat und Gemüsesorten, Walnüsse, Leinsamenöl, Sprossen, Pilze, Wild und Fischen.

Öle mit einem schlechten Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis

 

Alle Angaben in g pro 100g Lebensmittel

Omega 9

Omega 6

Omega 3

Omega 6 : Omega 3

Distelöl                         

11,4

73,9

0,5

148:1

Traubenkernöl                   

15,7

69,2

0,5

138:1

Sonnenblumenöl                  

21,9

61,0

0,5

122:1

Margarine, Linolsäure >50%      

14,3

41,1

0,5

82:1

Sesamöl                        

39,5

41,4

0,7

59:1

Maiskeimöl                       

24,8

54,3

1,0

54:1

Erdnußöl                        

46,8

25,8

0,8

32:1

Margarine, pflanzlich Linolsäure 30-50%

17,6

32,1

2,3

14:1

Olivenöl                         

70,0

8,6

0,8

11:1

 

Öle mit einem guten Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis

 

 

Omega 9

Omega 6

Omega 3

Omega 6 : Omega 3

Weizenkeimöl                    

16,6

54,2

7,1

8:1

Sojaöl                         

23,4

49,5

7,0

7:1

Walnußöl                        

15,2

57,3

10,1

6:1

Rapsöl                       

60,2

20,4

9,3

2:1

Hanföl hat gleichzeitig ein gutes Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis und einen hohen Omega-Gehalt

Hanföl 13,1

60,3

20,2

3:1

Leinöl hat den höchsten Omega-3 Gehalt aller Speiseöle

Leinöl  

16,2

15,1

61,5

1:4

Wichtig: Durch die einseitige Zufuhr von Omega-6 Fettsäuren werden vermehrt Hormone vom Typ Eicosanoide 2 und 4 produziert und gleichzeitig die Umwandlung von Omega-3 Eicosanoide blockiert.

In den hohen Mengen, die heute durchschnittlich verzehrt werden, sind Omega-6 Fettsäuren nicht nur absolut schädlich (z.B. entzündungsfördernd), sie unterdrücken auch die lebenswichtigen Aufgaben der Omega-3 Fettsäuren. Die Folgen können u.a. sein: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Arthritis, Multiple Sklerose, Allergien, Morbus Bechterew, Hautentzündungen, Verringerung des herzschützenden HDL-Cholesterins, Ekzeme oder Psoriasis.

Aber: Es wäre völlig falsch zu empfehlen, die Gesamtfettzufuhr drastisch zu reduzieren oder die Omega-6 Fettsäuren vollkommen zu meiden.

Wenn unser Trinkwasser plötzlich durch Giftstoffe ungenießbar wäre, würden wir ja auch nicht aufhören zu trinken, sondern würden uns nach einer gesunden Quelle umsehen. Auch darf man nicht vergessen, dass die Linolsäure eine essentielle Fettsäure ist.

Mangel an essentiellen Omega-6-Fettsäuren führt zu

  • Haut-/Haar und Nagelproblemen
    trockene Haut, Haarausfall, Wasserverlust durch die Haut

  • Organversagen
    Fettleber, Nierenversagen, trockene Augen

  • Gehirnprobleme
    schlechtes Sehen, Lernprobleme, Stimmungsschwankungen, Depression, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität

  • Drüsenprobleme
    reduzierte Hormonproduktion

  • Immunsystemprobleme
    Infektionen, schlechte Wundheilung

  • Fortpflanzungsprobleme
    Sterilität, Fehlgeburt

  • Gelenkprobleme
    Arthritisähnlich

  • Herz-/Kreislaufprobleme
    Herzrhythmusstörungen

  • Verdauungsstörungen
    schlechte Verdauung, Entzündung, Nahrungsmittelempfindlichkeit, Allergien

  • Wachstumsstörungen
    verzögertes Wachstum

Quelle: Dr.-Ing. Matthias Weisser nach Udo Erasmus, mweisser.50g.com


Welche Auswirkungen hat es, wenn wir zuviel Omega-6 Fettsäuren zu uns nehmen?

 

Hormone, die aus den Omega-6 Fettsäuren gebildet werden, fördern entzündliche Erkrankungen

 

Wie die Fettsäuren, kann man auch die Hormone nicht in "gut" oder "schlecht" für die Gesundheit einordnen, sondern nur in einem „ausgewogenen“ und „nicht ausgewogenen“ Verhältnis. Hormone sind körpereigene Informationsübermittler, die sich als Partner im Auf- und Abbau gegenseitig regulieren. Insulin ist z.B. das blutzuckersenkende Hormon, der Gegenspieler ist Glucagon, der den Blutzuckerspiegel anhebt.

So koordinieren und beeinflussen Hormone alle wichtigen Funktionen und Bereiche wie Stoffwechsel, Schlaf, Geschlecht, Monatszyklus, Haarwuchs, Hunger, Durst, Bio-Rhythmus, Antrieb, Blutdruck, Psyche, biologisches Alter, Leistungsfähigkeit, Körpertemperatur, Fortpflanzung, Wachstumsprozesse und vieles mehr. Sogar die Fettverteilung am Körper wird durch Hormone reguliert. Frauen haben häufig eine "birnenförmige" Fettverteilung an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln, während sich bei Männer überschüssige Körperfett vorwiegend im Bauchbereich ansammelt.

Leider können bereits geringste Änderungen im Hormonhaushalt heftige Körperreaktionen auslösen. Dies kann in Stresssituationen günstig sein, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen (Adrenalinschub), aber auch höchst unerfreuliche und schmerzhafte Reaktionen auslösen. Dies erleben wir auch, wenn wir über einen längeren Zeitraum ein zigfaches mehr an Omega-6 als an Omega-3 Fettsäuren zu uns führen.
 

„Genetisch vorgegeben und daher optimal wäre ein Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis wie 2-3:1. Unsere aktuell massiv getreidebetonte Ernährung (Getreide-Einsatz auch als Mastfutter für Geflügel, Stalltiere & Zuchtfisch-Betriebe) hat dieses Verhältnis mittlerweile  auf sage & schreibe 25:1 hochgetrieben, zugunsten von Omega-6-Fettsäuren. Mit allen negativen und ungesunden Konsequenzen für uns Menschen. Ich bin daher manchmal und nicht von ungefähr versucht, etwas sarkastisch zu formulieren "unseren täglichen Tod gib uns heute".

 

Quelle: Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler,

„Fisch- & Nuss-Kost“, Laufreport.de

 

Omega-6 Fettsäuren werden zu Prostaglandin- und Leukotrienhormonen verstoffwechselt

 

 

Wichtig: Hormone gleicher Gattung aber unterschiedlicher Serie beeinflussen sich gegenseitig.

Dies sind Hormone der Serie 2 und 4 und als Gegenspieler die Hormone der Serie 1 und 4.

Hormone der Serie 2 und 4 aus den Omega-6 Fettsäuren (Linolsäure und Arachidonsäure) fördern eher Entzündungen. Dies ist u.a. sehr wichtig für ein intaktes und gut reagierendes Immunsystem.

Im positiven Sinne setzen diese Hormone z.B. kurzzeitige entzündliche Prozesse in Gang, die wie das Fieber wichtig sind, um krankhafte Einflüsse abzuwehren.

Der Nachteil: Diese Schutzreaktion verläuft nicht immer ohne Probleme.

 

Hormon

Effekt

Mögliche Auswirkungen

 

Prostaglandine

 

 

 

 PGE2, PGI2

 

Gefäßerweiterung, Durchblutungssteigerung, steigern die Durchlässigkeit der Gefäße

 

Durch den gesteigerten Blutstrom können größere Mengen von Immunkomponenten angeliefert werden. Schmerzauslösende Substanzen werden aus dem betroffenen Gebiet herausgeschwemmt.

Rötung und Schwellung des Gewebes

 

Bei  Schleimhautentzündungen (z.B. bei Schnupfen) schwillt die Schleimhaut an und es wird vermehrt Flüssigkeit ausgeschieden.

PGE2

Erhöhung der Körpertemperatur (Fieber)

Hilft Krankheitserreger abzutöten und erhöht die Tätigkeit der Ausscheidungsorgane um die Entgiftung anzuregen.

Wärme, Schweißbildung, dauerhaft erhöhte Körpertemperatur

PGE2

Erhöht die Wirkung der Schmerzauslöser  (Bradykinin, Kalium)

 

Schmerz

 

Thromboxan A2

Fördert die Blutgerinnung, wirkt gefäßverengend

 

Thrombosebildung, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Asthma), an allergischen Reaktionen beteiligt

 

Leukotriene

 

 

 

C4, D4, E4

Erhöhen die Durchlässigkeit der Gefäßwände für verschiedene Stoffe.

Bewirken, dass sich die Gefäße der Muskeln und Bronchien zusammenziehen

Schwellung, Ödembildung,  Asthma Bronchiale

B4

Lockt durch einen chemischen Reiz neutrophile Granulozyten (bilden den Großteil der weißen Blutkörperchen / Leukozyten) ins entzündete Gewebe an und aktiviert sie dort.

 

Ihre Aufgabe ist es Fremdkörper, Bakterien, Viren und Gewebetrümmer „aufzufressen“.

Eiter, überschießenden Immunreaktionen, allergische Reaktionen

 

Positive und negative Auswirkungen der Omega-6 Fettsäuren
 

Ausgewogenes Omega-6-Verhältnis

Nicht ausgewogenes Omega-6-Verhältnis (zu viele)

 

 

Gut für eine optimale Blutgerinnung 

Die gebildeten Hormone sorgen für eine kurze Blutungszeit bei Wunden. Dies schützt den Körper vor Blutungen und Blutverlusten.

Es werden zuviel Hormone für die Blutgerinnung produziert

Die Blutplättchen kleben zusammen und verstopfen die Adern. Langfristig kann es zu Blutgerinnseln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.

 

 

Kontrollierte Steigerung des Blutdrucks   

Kurzfristig wichtig für Höchst-leistungen und bei Stress.

Kann zu chronischem Bluthochdruck führen 

Blutgefäße altern schneller und  Spätfolgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Nieren- und Augenveränderungen können die Folge sein.

 

 

Aktivierung der Immunzellen

 Im nötigen Rahmen wichtig, z.B. für die Abwehr von Infekten und Krankheitserregern

Ein daueraktiviertes Immunsystem führt zu chronischen Entzündungserscheinungen 

Schmerzhaft entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Multiple Sklerose, Allergien, Morbus Bechterew, Hautentzündungen, Ekzemen, Psoriasis werden gefördert.

 

Hormone der Serie 1 aus den Omega-9 Fettsäuren (Ölsäure) und vor allem der Serie 5 (Omega-3 Fettsäuren) mindern eher Entzündungen.

Wenn wir eine ideale Balance aller Fettsäuren im Blut erreichen wollen, müssen wir ein „fettgesundes“ Milieu schaffen. Wie bereits erwähnt, konkurrieren die verschiedenen Fettsäuren um Ablageplätze in den Zellmembranen und um die Hormonbildung.

Haben wir über einen längeren Zeitraum zuviel Omega-6 Fettsäuren zugeführt, können die nachteiligen Auswirkungen korrigiert werden, indem man den Anteil der Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung erhöht.

Eine Gegenüberstellung soll dies verdeutlichen

Zuviel Eicosanoide 2 und 4 den Omega-6 Fettsäuren fördern:

Eicosanoide 3 und 5 aus der Omega-3 Fettsäuren senken oder hemmen:

 

 

Plaquebildung (Sklerose)

Plaquebildung (Sklerose)

Immundepression (Krebs)

Immundepression (Krebs)

Blutgerinnung (Thrombose)

Blutgerinnung (Thrombose)

Entzündungen (Arthritis)

Entzündungen (Arthritis)

Histamine (Allergien)

Histamine (Allergien)

Gefäßverengung (Blutdruck)

Gefäßverengung (Blutdruck)

Hypertension (Bluthochdruck)

Hypertension (Bluthochdruck)

Autoimmunreaktionen ( Arthritis)

Autoimmunreaktionen (Arthritis)

Insulin-Überproduktion (Diabetes)

Insulin-Überproduktion (Diabetes)

Verengung der Bronchien (Asthma)

Verengung der Bronchien (Asthma)

Unterdrückung der Neurotransmitter (Schmerz)

Unterdrückung der Neurotransmitter (Schmerz)

Tabelle modifiziert nach „natural eating“, Geoff Bond, 2001, Beustverlag

Die unterschiedlichen Fettsäurearten konkurrieren nicht nur auf Hormonebene, sondern auch auf der Enzymebene

Die Enzyme wie z.B. Delta-6-desaturase, Elongase oder Delta-5-desaturase wandeln die Fettsäuren in höher ungesättigte um, indem sie weitere Doppelbindungen einfügen oder ihre Ketten verlängern. Leider hat die Natur für die Umwandlung nicht für jede Fettsäurenart einen eigenen Spezialisten entwickelt.

Stufe um Stufe benötigen wir also Enzyme für die Umwandlung der Fettsäuren. Eine solche Kette von Reaktionen (Enzymkaskade) ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Ist nur ein Enzym nicht ausreichend vorhanden, ist der Ablauf beeinträchtigt oder bricht sogar völlig zusammen. Da sich die unterschiedlichen Fettsäuren die Enzyme teilen müssen,  kann immer dann ein Engpass entstehen, wenn eine Fettsäurenart über einen längeren Zeitraum dominiert, wie es häufig bei den Omega-6 Fettsäuren der Fall ist.

Durch Omega-3 Fettsäuren zu einem gesunden Gleichgewicht

Da die meisten Menschen an einem Mangel an Omega-3 Fettsäuren leiden, sollten diese vermehrt zugeführt werden. Sie sind die Spezialisten mit den besten Erfolgsaussichten, wenn es darum geht, die negativen Auswirkungen an Omega-6 Fettsäuren zu stoppen und die zu hohen Konzentrationen aus den Geweben zu ver-drängen.

Vermehrt sollten verzehrt werden:

  • Omega-3-haltige Speiseöle.
     

  • Grüne Algen, Wildpflanzen und –kräuter enthalten ebenfalls die gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren.
     

  • Fleisch, Käse und Milch von Weidetieren sowie Wildfleisch haben ca. 3-4 mal soviel Omega-3 Fettsäuren wie Produkte aus Stalltieren. Je höher der Anteil an grünem Futter ist, desto mehr Omega-3 ist enthalten. Das gleiche gilt für Geflügel, das mit Leinsamen gefüttert wird. Abträglich sind hohe Temperaturen. Je höher Fleisch oder Fisch (z.B. durch frittieren) erhitzt wird, desto mehr gehen die positiven Eigenschaften der Fettsäuren verloren oder sie werden sogar gesundheitsschädlich.
     

  • Wild lebende Fische sind den Zuchtfischen vorzuziehen, da diese häufig mit Omega-6-haltigen Getreidesorten gefüttert werden. Bei Meeresfischen ist zu beachten, dass diese hochgradig mit Giftstoffen belastet sind. Süßwasserfi-sche aus kalten Gewässern (z.B. Bergseen und -bäche) haben ähnlich hohe Gehalte an Omega-3 Fettsäuren wie Meeresfische, sind aber wesentlich weniger belastet.

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